Kontaktadressen :
In Österreich:
Adalbert-Stifter-Institut
Adalbert-Stifter-Platz 1
A-4020 Linz

Klemens-Gemeinde
Manhartsbergstr. 6,
A-3564 Schönberg

In Deutschland:
Adalbert-Stifter-Zentrum
Molchweg 71,
D-70499 Stuttgart

Adalbert Stifter Verein
Hochstr. 8
D81669 München
www.asv-muen.de

In der Tschechischen Republik:
Centrum Adalberta Stiftera/
Adalbert-Stifter-Zentrum
Jiráskova 168
CZ-382 26 Horní Planá

|
Oberplaner Gespräche 2005:
TRADITIONELLES BEGEGNUNGS- UND DISKUSSIONSFORUM FÜR TSCHECHEN UND DEUTSCHE AUS DEN BÖHMISCHEN LÄNDERN
Zum 9. Mal trafen sich vom 16.-18. September 2005 Tschechen sowie heimatvertriebene und heimatverbliebene Deutsche aus Böhmen, Mähren und Schlesien im Geburtsort des Dichters Adalbert Stifter zu den schon traditionellen "Oberplaner Gesprächen". Ort der Begegnung war das "Centrum Adalberta Stiftera / Adalbert-Stifter-Zentrum", ein 2003 eröffnetes zwei-sprachiges Studien-, Bildungs- und Begegnungszentrum, Leiter und Initiator der Gespräche war der Vorsitzende des Zentrums, Horst Löffler aus Stuttgart (früher Oberplan).
Unter dem Motto "Die Erinnerung ist die Grundlage der Zukunft Das Jahr 2005 als vielfaches Erinnerungsjahr" befaßten sich die Referate und Diskussionen mit aus dieser Sicht aktuellen Themen. Dr. Ortfried Kotzian, der Direktor des "Hauses des Deutschen Ostens" in München, referierte über "100 Jahre Mährischer Ausgleich Ein Beispiel für Europa". Dr. Winfried Baumann, Germanistikdozent an der Universität Pardubitz (Pardubice), stellte die kürzlich erst erschienene deutsche Übersetzung der Dokumentation "Der Tod heißt Tutter" vor die Darstellung eines deutschen Kriegsverbrechers aus der Protektoratszeit, der nach Kriegsende Spion für den tschechischen Geheimdienst wurde und unerkannt in Deutschland lebte. Der Geschichtsdidaktiker Prof. Alfred Brückner aus Weingarten (früher Grulich im Adlergebirge) befaßte sich in einem nachdenklichen und tiefgreifenden Referat mit dem Thema "Jenseits von Jahreszahlen Erinnern, Gedächtnis, Gedenken". Dr. Otfried Pustejovsky aus Waakirchen in Bayern (früher Fulnek im Kuhländchen) ging in seinem Referat "Die Bilder kamen zurück Vertreibungsfolgen in der jüngeren Generation" der Frage nach, welche immateriellen Spätschäden die Vertreibung in den nachgewachsenen Generationen hinterlassen hat. Magister Ivan Slavík, stellvertretender Direktor des Bezirksmuseum in
Krummau stellte in seinem Referat "Zweihundert Jahre Adalbert Stifter Mittler zwischen den böhmischen Völkern" den Dichter in seiner Bedeutung für Deutsche und Tschechen gleichermaßen vor. Und der frühere deutsche Abgeordnete im Tschechischen Nationalrat und langjährige Präsident der "Landesversammlung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien", Walter Piverka aus Elbogen (Loket) im Egerland berichtete über "Deutsche und tschechische Erinnerungen nach dem Mai 1945 Noch nicht ausgeheilte Wunden".
Traditionell gibt es bei den "Oberplaner Gesprächen" auch ein umfangreiches Kulturprogramm. In diesem Jahr gestalteten den Kulturabend am Samstag die "Kiahüwi Geigenmusi" und der "Rainbacher Dreigesang" mit Musik und Liedern aus dem oberösterreichischen Mühlviertel, ergänzt durch Gedichte in Böhmerwäldler Mundart und ihre Übertragung ins Tschechische. Am Sonntagvormittag las Gerti Radloff aus Marburg an der Lahn (früher Krummau) aus ihrem autobiographischen Buch "Das falsche Bild", in dem sie die Wiederbegegnung mit ihrer Heimatstadt Krummau und den darin jetzt lebenden tschechischen Menschen schildert. Musikalisch umrahmt wurde die Lesung durch das "Krumlov classic guitar duo" aus Krummau (Cesky Krumlov) mit Werken klassischer böhmischer Komponisten.
Die diesjährigen "Oberplaner Gespräche" wurden gefördert vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds in Prag, von der Sudetendeutschen Stiftung in München, der Landesgruppe Baden-Württemberg der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Stuttgart und der Prager Niederlassung der Hanns-Seidel-Stiftung.
Die 10. "Oberplaner Gespräche" sollen im nächsten Jahr vom 15.-17. September 2006 wiederum im Oberplaner "Centrum Adalberta Stiftera / Adalbert-Stifter-Zentrum" stattfinden.
Oberplan/Horní Planá, 22.09.05
Sind Sie interessiert?
Dann einfach nähere Informationen zu den gewünschten Veranstaltungen anfordern bei
Centrum Adalberta Stiftera / Adalbert-Stifter-Zentrum
Jiráskova 168, CZ-382 26 Horní Planá (Oberplan)
Tel. +420 380 738 034, Fax +420 380 738 057
E-Post: cas.asz@horniplana.cz
|
|